Hinweis

Auf dieser Website habe ich meine Erfahrungen mit dem Erdgasauto Fiat Multipla BiPower beschrieben.

Dieses Auto bin ich von 2000 – 2010 gefahren.

Inzwischen habe ich dem Verbrennungsmotor als Antriebskonzept den Rücken gekehrt
und fahre seit November 2013 ein 100%-Elektroauto.

Lesen Sie meinen Blog über Elektromobilität im Alltag mit dem Elektroauto Renault ZOE.

Mit Erdgas fahren - Fiat Multipla Bipower

Praxiserfahrungen - Probleme

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Bisher traten an unserem Bipower folgende Probleme auf:

38.000 km Getriebeschaden, 70% Kulanz,
Kosten (Eigenanteil):
351,46 € + 136,52 € Mietwagen = 487,98 €
68.000 km Der Motor sprang hin und wieder nicht an. Als Ursache wurden sporadisch auftretende Fehler im Drehzahlsensor ermittelt. Auch waren die Zündkerzen schon fast 30.000 km dieselben. Drehzahlsensor und Zündkerzen wurden erneuert.
Kosten: 166,32 €
70.000 km Bei Temperaturen unter -10°C war offenbar die Handbremse festgefroren, so dass beim linken Hinterrad Bremsbacken und Bremszylinder durch Reibungshitze unbrauchbar wurden. Symptome beim Fahren waren plötzlicher Bremsdruckverlust (weiches Durchtreten des Bremspedals fast bis Anschlag, kaum Bremswirkung, aber durch „Pumpen“ mit dem Pedal wieder Druck aufbaubar) sowie starker Geruch nach erhitztem Gummi und Plastik und extrem heißes Hinterrad (konnte selbst die Radkappe kaum anfassen). Bremsbacken und Radbremszylinder hinten links mussten erneuert werden.
Kosten: 317,71 €
82.000 km Bremsscheiben und Bremsklötze vorn mussten erneuert werden (normaler Verschleiß).
Kosten: 199,76 €
88.000 km Unrunder Motorlauf und Zündaussetzer im Gasbetrieb - ein Gasventil setzte sporadisch aus, wurde erneuert.
Kosten: rund 250,- €
88.500 km Kompressionsmessung ergab: Kaum noch Druck im 2. Zylinder (6 statt 13 bar), auch der 4. Zylinder verdichtet nicht mehr so wie er soll. Symptome: Extreme Motorvibrationen beim Kaltstart (lief kalt nur noch auf 3 Zylindern, das ganze Fahrzeug wackelte durch den unrunden Lauf). Wenn warm gefahren oder im Benzinbetrieb deutlich besser, aber insgesamt über zwei Wochen immer schlechter. Zylinderkopf abgenommen - tja, nun ist es leider so weit: Ventilsitze und Stößel sind so stark abgenutzt („rund“), dass neues Einschleifen nicht mehr praktikabel ist. Fazit: Neuer Zylinderkopf.
Kosten: rund 1.600,- €
Aua! Das schmerzt und verschlechtert deutlich die Betriebskosten-Bilanz. Der neue Kopf soll über verbesserte Ventilsitze verfügen. Es scheint, als wäre ich nicht der einzige mit diesem Problem. Jetzt müssen wir erstmal rund 16.000 km fahren, um die Kosten für diese Reparatur wieder reinzuholen...
155.000 km Bowdenzug für Rückenlehne des vorderen Mittelsitzes gerissen, musste erneuert werden (umständlicher Ausbau aller vorderen Sitze erforderlich).

Auspuff-Flexteil undicht (korrodiert), wurde ausgetrennt und neu eingeschweißt.

Kosten: 407,47 €

Bei niedrigen Außentemperaturen (Winter) Kaltstartprobleme im Gasbetrieb; auf Benzin startete der Motor einwandfrei. Dies trat nach dem Erneuern des Auspuff-Flexteils nicht mehr auf, kann aber auch am Sommer liegen. Endoskopuntersuchung der Ventilsitze ergab bereits wieder deutliche Abnutzungserscheinungen. Es scheint, dass die Zylinderköpfe nicht wesentlich mehr als 80.000 km Lebensdauer haben.

Bei Klimaanlagenbetrieb kaum noch akzeptable Leistung am Berg (Alpen, musste häufig runter in den 2. Gang).

Im Leerlauf deutlich hörbare Quietschgeräusche, vermutlich Riementrieb.
164.000 km Erneuerung der vorderen Bremsscheiben und Bremsbeläge. Hintere Bremsbacken und Bremszylinder erneuert. Linkes Handbremsseil erneuert. Spannrolle mit Treibriemen vom Klimakompressor erneuert.

Gesamtkosten: 897,- €

Quietschgeräusche teilweise immer noch vorhanden; laut Werkstatt kann es ein Lager der Wasserpumpe sein; Ersatz lohnt aber noch nicht.

Kaltstartprobleme im Gasbetrieb nur noch sporadisch; Leistung hat sich nicht weiter verschlechtert - vorerst.
175.000 km Neue Quietschgeräusche aus dem Motorraum, diesmal aber andere. Ursache: Treibrad vom Klimakompressor eiert im Leerlauf ganz leicht. Wenn Klimaanlage an (Magnetkupplung angezogen), sind die Geräusche weg. Aber ich fahre ja nicht wegen eines Quietschgeräuschs ständig mit Klimaanlage...

Der typische schlechte Witz ist, dass sich das Treibrad nicht allein austauschen lässt, nicht mal die Magnetkupplung - nein, es muss der ganze(!) Klimakompressor sein.

Gesamtkosten: 759,56 €

Dafür hätte ich allerdings ziemlich lange mit eingeschalteter Klimaanlage (Mehrverbrauch) fahren können...
201.000 km Der Auspuff klang, als hätte er irgendwo ein kleines Loch. Richtig: Mitten- und Endschalldämpfer hatten nunmehr das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und mussten komplett getauscht werden.

Kosten: 270,80 €.
215.000 km Im Gasbetrieb ging während der Fahrt plötzlich der Motor aus, die Gastankanzeige-LEDs erloschen komplett und der Wagen ließ sich auch nicht auf Benzin umschalten. Der Motor sprang dann nicht mehr an, so dass ich mich abschleppen lassen musste.

In der Werkstatt stellte sich heraus, dass die Magnetventile der Gasflaschen korrodiert waren und ausgetauscht werden mussten. Die waren einfach ausgefallen und das war die Ursache des Motorstillstands. Diese Kleinigkeit kostete mit Arbeitslohn allein schon ca. 700,- €...

Weil das eh dran war, wollte ich den Wagen bei dieser Gelegenheit auch gleich noch regulär warten und vom TÜV abnehmen lassen. Dabei fielen noch folgende Probleme auf: Die vorderen Bremsscheiben und der linke vordere Spurstangenkopf mussten erneuert werden. Auch war der Zahnriemen mal wieder zum Austausch dran, wie auch die Zündkerzen und diverse Filter.

Summa summarum kostete mich der Spaß diesmal inkl. HU, AU, Gasanlagenprüfung, Wartung/Inspektion und Reparaturen rund 2.050,- €.

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